In Wahrheit zählt nur die Unterscheidung in diese zwei Klassen: in die, die (produktiv) arbeiten, und in die, die (ohne produktive Leistung) Geld vom Staat erhalten. Und darüber thronen die Herrscher: die regierenden Partei-Cliquen, eine abgegrenzte Kaste, die sich nur durch Inzucht (braves Mitmachversprechen) ergänzt. Und jeder von den Dreien hat seine eingespielte Rolle, der Eine, weil ihm nichts anderes übrigbleibt, und die anderen zwei, die gerne die Profiteure sind.
Was bleibt dem zur Arbeit verpflichteten Teil der Bevölkerung schon anderes übrig, als zu arbeiten und Steuern zu zahlen? Denn die anderen beiden haben die Macht und die Mehrheit und bestimmen die Regeln. Und außerdem wird ihnen ja auch mit allen Mitteln der Mächtigen eingeredet, sie sind eh gut dran. sie leben ja in einem der reichsten Länder der Welt und für sie wird vom Staat sowieso gesorgt: der Staat bietet Sicherheit (Polizei), der Staat bietet Gerechtigkeit (Gerichte), der Staat sorgt für Gesundheit (Spitäler, Kassenärzte), der Staat bietet Bildung (Schulen), der Staat kümmert sich um die Arbeitnehmer (kalte Progression wurde reduziert). Ja, aber trotzdem: echten Wohlstand empfinden die wenigsten von denen, die jeden Tag in der Früh zur Arbeit gehen und acht Stunden ihr Werk verrichten. Zu groß sind die Belastungen und die Abzüge von ihrem Erarbeiteten (mehr als 50% Staatsquote).
Und sie müssen ja – so bestimmen es die Herrscher -, mit ihrer Steuer- und Abgabenleistung dafür sorgen, dass die anderen, aufschließen können. Und das heißt, dass es all denen nicht schlechter gehen soll, als denen, die einen Achtstunden-Arbeitstag haben. Und dazu gehören auch solche, die wohl in der Lage wären, am Arbeitsprozess mitzuwirken, die aber Vorwände und Scheingründe bringen, das nicht tun zu müssen oder das hinauszuziehen, zum Teil mit unproduktiven Alternativbetätigungen, wie Studien und Kursen, die nichts bringen.
Und die Herrschenden? Sie wissen all das natürlich, aber sie brauchen die Unterstützung all dieser Profiteure des Systems. Von ihnen ist daher kein großer Reformwille zu erwarten, Ja, kleine Reförmchen, wenn der Unwille der arbeitenden Bevölkerung zu groß wird, wenn die Ausgaben zu sehr angestiegen sind.
Und das ist die derzeitige Zustand von Staat und Gesellschaft in Österreich: man ist bei Reförmchen gelandet und bei Maßnahmen, die niemandem schaden und niemandem nützen, die aber den Anschein von aktiver Regierungstätigkeit geben sollen. Und niemand weiß offenbar derzeit, wie lange es so weitergehen und ob in absehbarer Zeit eine Änderung eintreten wird. Viele hoffen auf ein Wunder, das aber von außen kommen soll. Auf ein Wirtschaftswunder, das uns mitreißen soll.
Geb´s Gott!