Denn NGOs greifen um sich und ersetzen den Staat mehr und mehr. Und wie das geschieht, gefällt nicht allen.NGOs, also nichtstaatliche gemeinnützige Organisationen bzw. Vereine, die Regierungsaufgaben, also staatliche Aufgaben verrichten und aus staatlichen Budgets finanziert werden (und deshalb auch ihre Bezeichnung Nicht-REGIERUNGsorganisationen).Grundsätzlich ist ja nichts zu sagen gegen private, nichtstaatliche gemeinnützige Vereine und ihre Tätigkeit, gegen private Flüchtlingsunterkünfte, private Pflegeheime, private Spitäler, private Schulen, ja private Universitäten und private Hilfsorganisationen, wenn die wirklich privat sind, das heißt wenn die Finanzierung privat ist. Wenn die also aus Mitgliedsbeiträgen, privaten Spenden und eigenen Einnahmen für ihre Tätigkeit finanziert werden. Anders sieht es aber aus, wenn die ganz oder zum größten Teil aus staatlichen Geldern finanziert sind, dabei aber ihre Tätigkeit nicht aufgrund und nach Vorgaben staatlicher Gesetze ausüben, sondern im Gegensatz dazu nach selbst erstellten Richtlinien (Statuten), die weit von staatlichen Verwaltungsgrundsätzen abweichen.Ja aber warum gibt der Staat so viele Milliarden aus den staatlichen Budgets an private, privatrechtliche Organisationen bzw. Vereine, damit die staatliche Aufgaben verrichten? Warum tut er das nicht selbst mit staatlichen Behörden nach staatlichen Gesetzen?Die Erklärung ist recht einfach: Man will gezielt den Beschränkungen entgehen, die gesetzlich für staatliche Verwaltungstätigkeit bestehen (vor allem den Grundsätzen von Sparsamkeit und Kontrolle). Und dies geschieht sogar im Widerspruch zu den Grundsätzen der Verfassung, die nämlich verlangen , dass die gesamte staatliche Verwaltung nur auf Grund der Gesetze ausgeübt werden darf. Und das ist bei den NGOs gerade nicht der Fall, denn die agieren aufgrund ihrer eigenen Statuten.Und dann geht es auch oft um eine ideologische Ausrichtung der Tätigkeit, die so bei staatlichen Behörden nicht möglich wäre. Und es geht um die Entscheidungsmacht. Die liegt oft bei einzelnen politischen Funktionären, die – wenn auch oft nicht formal, so doch faktisch – derartige Entscheidungen fast im Alleingang treffen. Und so kommt es statt neutraler staatlicher Mittelverwendung oft zu einer mit ideologischer Ausrichtung und mit einer Großzügigkeit, die staatlichen Stellen nicht erlaubt ist.Jaja, das ist die Situation im Parteienstaate Österreich. Aber leider reichen die Mittel schon nicht mehr. Jetzt sind wir in der Krise. We r weiß, wie es ausgeht.