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Die Unzufriedenheit der Pensionisten (Leserbrief)

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Pensionisten lesen Zeitungen, hören Radio und sehen fern. Und sie bekommen es auch sonst mit: Sie wissen also welche Lohn- und Gehaltsforderungen von den Gewerkschaften erhoben werden und was jetzt von den Vertretern der Arbeitnehmer in den Lohnverhandlungen erreicht wurde. Sie haben auch mitbekommen, was selbst Experten der Nationalbank und die Regierungsspitze dazu erklärt haben: Nämlich was angemessen wäre, um mit der Preis- und Mietenentwicklung und am allgemeinen Wohlstand mithalten zu können: FÜNF Prozent Lohnzuwachs. Und tatsächlich haben die Metallarbeiter jetzt bei den Gehaltsverhandlung für die Kleinverdiener eine Erhöhung von 4,3% erreicht.

Dagegen die Pensionisten: Sie stellen bei jedem Einkauf, bei jeder Mietzahlung fest: die Inflation, so wie sie sich für sie auswirkt, ist VIER Prozent und nicht ZWEI Prozent Jetzt aber wurden sogar für die Mindestpensionisten nur 2,6% von der Regierung gewährt. Und die meisten übrigen Pensionisten erhalten überhaupt nur zwei Prozent Pensionserhöhung, und manche sogar noch weniger. Und davon kommen für die meisten noch Steuer und Sozialversicherung in Abzug. Und auf diese Art geht es seit Jahren. Da waren andere Regierungen, andere Koalitionen auch nicht besser: die Pensionen haben seit Jahrzehnten Jahr für Jahr einen Wertverlust erlitten. ihre Kaufkraft wird von Jahr zu Jahr weniger, die Pensionen verlieren von Jahr zu Jahr an Wert, und nicht wenige Pensionisten, vor allem Pensionistinnen verarmen. Laut Statistik sind schon ein Zehntel aller Pensionisten, drei Viertel davon Frauen, real von Armut betroffen.

Aber im Interesse eines Strebens nach dem Nulldefizit und aus gesamtbudgetären Überlegungen wird davon von Regierungsseite und auch von Seiten der Medien nicht viel Aufhebens gemacht. Ja, man versucht, das mit Regierungspropaganda überspielen.

Aber das nützt nichts. Die Betroffenen merken es und sie merken auch, dass darüber bewusst möglichst nicht gesprochen und geschrieben wird. Und sie spüren die Situation recht deutlich am eigenen Leib. Und sie sind sich bewusst und weisen drauf hin, dass es keine Geschenke sind, wenn die Regierenden die Pensionen an die Inflation anpassen. Nein, die Pensionisten haben darauf Anspruch, denn sie haben sich – im Gegensatz zu anderen, die von der Regierung großzügig finanziert werden – durch jahrzehntelange Beitragszahlungen den Anspruch darauf erworben.

Und man sollte das nicht unbeachtet lassen, denn die Senioren sind rund ein Viertel der gesamten Bevölkerung: ja, rund 25% der Bevölkerung sind über 60 Jahre alt, und alle sind schon Pensionisten, von Pensionen abhängig oder werden es bald sein. Und sie alle sind als Konsumenten ein wichtiger Faktor im Wirtschaftsleben, auch als Medienkonsumenten. Und sie werden auch als Wähler bei Wahlen ihre Rolle spielen und ihre Interessen vertreten.

Wer die Pensionisten verärgert, wird auch politisch davon die Folgen zu spüren bekommen! Und die letzte Pensionsanpassung hat nicht gerade Begeisterung bei den Pensionisten ausgelöst!

 

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Pensionserhöhung: niedrig wie immer (Leserbrief in „Kronen Zeitung“)

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Die Regierung spart, sie verfolgt eine Sparpolitik. Und wo kann man am leichtesten sparen? Natürlich bei den Pensionisten. Noch leichter als bei den Beamten. Denn die könnten ja streiken. Also spart man bei den Pensionisten, und das geht immer dann, wenn die Inflationsabgeltung beschlossen wird. Das haben bisher alle Regierungen gewusst, egal welche Parteien in der Regierung waren. Und die jetzige Regierung weiß das auch und tut es auch. Gar nicht schön! Denn es trifft zum Teil die Ärmsten der Gesellschaft, und es trifft jene, die viele Jahrzehnte für ihre Pensionen eingezahlt haben, die Steuern gezahlt haben und die damit für Jahre und Jahrzehnte den Staatsbetrieb am Laufen gehalten haben. Jetzt sind sie alt, und es geht nicht mehr. Kommt jetzt der Dank vom Hause Österreich?

Um zu sparen, geht die Regierung bei der Pensionserhöhung von einer Inflationsrate von zwei Prozent aus. Aber wo gibt es denn zwei Prozent Inflation? Ja, für Luxusgüter, Flugreisen, Kreuzfahrten, Luxusautos, neuen technischen Schnickschnack. Ja, Millionäre, die spüren bei ihrem Luxusaufwand zwei Prozent Inflation. Aber die kleinen Leute. Die müssen Miete und Gemeindeabgaben zahlen und Lebensmittel, Brot, Milch, Butter kaufen. Vier Prozent Preissteigerung von Jahr zu Jahr ist das mindestens, was die zu spüren bekommen. Und bei nur rund zwei Prozent – oder weniger – Erhöhung Jahr für Jahr – wo schon allein die Steuer einen Teil wegfrisst – hat sich ein schöner Wertverlust über die letzten Jahre aufgebaut: das haben frühere Regierungen zu verantworten!

Denn schauen wir uns an, was denn echte Inflationssteigerungen waren. Wie geht das? Nichts leichter als das! Wir schauen uns an, was Bauarbeiter, Metallarbeiter, ja und auch Beamte an Lohn- und Gehaltserhöhungen in den letzten Jahren bekommen haben. Und wie sind die Pensionen gewachsen? Bitte Prozentzahlen vergleichen! Da sieht man dann die Unterschiede!

Denn wenn den Metall- und Bauarbeitern die Inflation nicht echt abgegolten wird, dann – ja – dann treten die in Streik. Das ist eine Waffe, mit der man sein Recht durchsetzen kann. Diese Möglichkeit haben aber Pensionisten nicht. Und deshalb auch wird über sie immer wieder drübergefahren. Nur eine Reaktion bleibt den Pensionisten: das sind die Wahlen. Da können sie reagieren. Aber tun sie‘s auch?

Die nächsten Wahlen sind noch weit. Vorher kommen noch neue Runden von Inflationsabgeltungen. Und dann die letzte Runde vor der Wahl. Die Regierungen kennen sich aus: die letzte Runde wird besser aussehen als die vorhergehenden. Und die Pensionisten haben offenbar ein kurzes Gedächtnis und denken immer nur an die letzte Pensionsrunde, nicht an das, was vorher passiert ist. Und sie wählen dann die Parteien, die ihnen in der letzten Runde doch etwas freundlicher waren. So bleibt alles beim Alten. Die Regierungen können weitermachen wie schon immer. Und deshalb werden unsere Pensionen von Jahr zu Jahr weniger wert.

Hier muss einmal offen gesprochen werden. Und Druck ausgeübt werden! Mit eigenen Abgeordneten! Deshalb braucht es eine eigene Pensionistenpartei!

Bitte unterstützen Sie mich bei meinen Bemühungen, eine Pensionistenpartei zu gründen! Kontaktadresse: Wien 1011, Postfach 156

 

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Pensionisten reagieren auf Zuwanderung

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Umfragen zeigen, dass die Pensionisten sich von Linksparteien abwenden. Warum? Sie sehen die Veränderungen in ihrem Umfeld, den steigenden Anteil von Migranten an der Bevölkerung und all die Veränderungen, die das mit sich bringt. Sie haben – im Gegensatz zu den Jungen – die Vergleichsmöglichkeit, sie wissen, wie es früher war, und können sich oft mit den neuen Verhältnissen nicht abfinden. Sie sind auch am häufigsten die Opfer von Einbrüchen und Überfällen. Sie lesen Zeitungen und bekommen mit, was sich auf dem Sektor Kriminalität so alles verändert hat. Sie fürchten auch um ihre Pensionen, wenn der Staat sich finanziell übernimmt. Denn sie sehen, was dem Staat die Zuwanderung von einkommens-, besitz- und arbeitslosen ungebildeten Migranten kostet. Sie staunen auch darüber, wie viele Kinder die Migrantenfamilien mitbringen. Sie sorgen sich um ihre Enkel (immer öfter gibt es auch Urenkel), für die ihnen die Zukunft unsicher, jedenfalls ganz anders als die eigene erscheint. Sie sehen, wie in Mittelstandsfamilien der Lebensstandard oft nicht gehalten werden kann – sie haben ja die Vergleichsmöglichkeit. Und viele spüren am eigenen Leib – die Mindestpensionisten und noch mehr die Mindestpensionistinnen – wie man tagtäglich mit der Armut kämpfen muss, obwohl man ein ganzes Leben lang hart gearbeitet hat.

Sie sehen aber auch, was alles für die Migranten getan wird. Das war zu ihrer Zeit nicht so. Denn sie wissen, wie es Kriegsflüchtlingen nach dem Weltkrieg ergangen ist. Die waren vom ersten Tag an gezwungen, sich ihren Lebensunterhalt durch eigene Arbeit zu verdienen.

Und dann sehen sie, wer für diese Politik verantwortlich ist , welche Parteien sich hier besonders hervortun. Man soll sie nicht für dumm halten! Sie haben sich ihre Meinung gebildet und sie werden beim Wahlergebnis ganz entscheidend mitsprechen. Sie sind nicht laut, sie gehen nicht auf die Straße. Aber bei der Wahl wissen sie, wie sie abzustimmen haben!