Pensionserhöhung: niedrig wie immer (Leserbrief in „Kronen Zeitung“)

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Die Regierung spart, sie verfolgt eine Sparpolitik. Und wo kann man am leichtesten sparen? Natürlich bei den Pensionisten. Noch leichter als bei den Beamten. Denn die könnten ja streiken. Also spart man bei den Pensionisten, und das geht immer dann, wenn die Inflationsabgeltung beschlossen wird. Das haben bisher alle Regierungen gewusst, egal welche Parteien in der Regierung waren. Und die jetzige Regierung weiß das auch und tut es auch. Gar nicht schön! Denn es trifft zum Teil die Ärmsten der Gesellschaft, und es trifft jene, die viele Jahrzehnte für ihre Pensionen eingezahlt haben, die Steuern gezahlt haben und die damit für Jahre und Jahrzehnte den Staatsbetrieb am Laufen gehalten haben. Jetzt sind sie alt, und es geht nicht mehr. Kommt jetzt der Dank vom Hause Österreich?

Um zu sparen, geht die Regierung bei der Pensionserhöhung von einer Inflationsrate von zwei Prozent aus. Aber wo gibt es denn zwei Prozent Inflation? Ja, für Luxusgüter, Flugreisen, Kreuzfahrten, Luxusautos, neuen technischen Schnickschnack. Ja, Millionäre, die spüren bei ihrem Luxusaufwand zwei Prozent Inflation. Aber die kleinen Leute. Die müssen Miete und Gemeindeabgaben zahlen und Lebensmittel, Brot, Milch, Butter kaufen. Vier Prozent Preissteigerung von Jahr zu Jahr ist das mindestens, was die zu spüren bekommen. Und bei nur rund zwei Prozent – oder weniger – Erhöhung Jahr für Jahr – wo schon allein die Steuer einen Teil wegfrisst – hat sich ein schöner Wertverlust über die letzten Jahre aufgebaut: das haben frühere Regierungen zu verantworten!

Denn schauen wir uns an, was denn echte Inflationssteigerungen waren. Wie geht das? Nichts leichter als das! Wir schauen uns an, was Bauarbeiter, Metallarbeiter, ja und auch Beamte an Lohn- und Gehaltserhöhungen in den letzten Jahren bekommen haben. Und wie sind die Pensionen gewachsen? Bitte Prozentzahlen vergleichen! Da sieht man dann die Unterschiede!

Denn wenn den Metall- und Bauarbeitern die Inflation nicht echt abgegolten wird, dann – ja – dann treten die in Streik. Das ist eine Waffe, mit der man sein Recht durchsetzen kann. Diese Möglichkeit haben aber Pensionisten nicht. Und deshalb auch wird über sie immer wieder drübergefahren. Nur eine Reaktion bleibt den Pensionisten: das sind die Wahlen. Da können sie reagieren. Aber tun sie‘s auch?

Die nächsten Wahlen sind noch weit. Vorher kommen noch neue Runden von Inflationsabgeltungen. Und dann die letzte Runde vor der Wahl. Die Regierungen kennen sich aus: die letzte Runde wird besser aussehen als die vorhergehenden. Und die Pensionisten haben offenbar ein kurzes Gedächtnis und denken immer nur an die letzte Pensionsrunde, nicht an das, was vorher passiert ist. Und sie wählen dann die Parteien, die ihnen in der letzten Runde doch etwas freundlicher waren. So bleibt alles beim Alten. Die Regierungen können weitermachen wie schon immer. Und deshalb werden unsere Pensionen von Jahr zu Jahr weniger wert.

Hier muss einmal offen gesprochen werden. Und Druck ausgeübt werden! Mit eigenen Abgeordneten! Deshalb braucht es eine eigene Pensionistenpartei!

Bitte unterstützen Sie mich bei meinen Bemühungen, eine Pensionistenpartei zu gründen! Kontaktadresse: Wien 1011, Postfach 156

 

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