Der Kinderreichtum der Asylanten

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Viele werden sagen, das ist ein Thema, über das man in der Öffentlichkeit nicht diskutieren soll, weil es jeden ganz persönlich angeht und weil die Gründe dafür auch sehr verschieden sind. Diese Leute haben zum Teil schon recht. Aber heute ist der Kinderreichtum, den es da gibt, dort aber nicht, ein Problem, das weit über den persönlichen Bereich der einzelnen Familien hinausgeht. Und sogar internationale Auswirkungen hat.

Man sehe sich nur den Orient oder Afrika an oder die Situation bei Zuwanderern aus diesen Regionen. Die durchschnittliche Familie von dort hat fünf Kinder (bei uns in Europa eins bis zwei). Fünf Kinder zu ernähren und aufzuziehen ist nur möglich, wenn für die betroffene Familie halbwegs stabile Verhältnisse gegeben sind. Das war bis vor wenigen Jahren doch in einigen Ländern des Vorderen Orients gegeben. Die Bevölkerungszunahme dort war enorm. Mit Bürgerkrieg und Terror sind unsichere Verhältnisse eingetreten und viele sind in die Flucht gedrängt worden. Da war Familienleben kaum mehr möglich. Viele der jungen Männer, die auf der Flucht waren, mussten auf Kindersegen verzichten. Auch in den Flüchtlingslagern ist der Aufbau einer üblichen Familiensituation zunächst nicht möglich. Sobald jedoch eine Stabilisierung der Situation durch Asylgewährung in einem Aufnahmeland eintritt und dann Familiennachzug gewährt wird, wird das Versäumte nachgeholt. Unterstützt wird das Ganze noch dadurch, dass man ja den ganzen Tag Zeit hat, sich um den Nachwuchs zu kümmern, weil man ja versorgt wird und einem die zeitaufwändige Sorge um die Beschaffung des Lebensnotwendigem vom Aufnahmestaat großzügig abgenommen wird.

In Afrika ist die Situation ähnlich. Solange die Familie an ihrem ursprünglichen Wohnort, umgeben von den Angehörigen der Großfamilie verbleibt, sind für Nachwuchs günstige Bedingungen gegeben. Wenn aber die Bedingungen so sind, dass eine Flucht angetreten werden muss, die Familie zerrissen wird und man in einem Flüchtlingslager landet, die Frauen von ihren Männern getrennt, dann gibt es auf einmal keinen weiteren Nachwuchs. Wenn aber – was allerdings dort in Afrika nicht so oft vorkommt – sich die Lage im Lager halbwegs normalisiert hat, die Versorgung durch Hilfsorganisationen gesichert ist und die Familien wieder zusammenfinden, dann kann es wieder neuen Nachwuchs geben.

Diese Schilderung soll ganz wertneutral gebracht werden, Für alle, die sich diese Situation noch nicht vor Augen geführt haben und die nur die Not und Verzweiflung sehen, die da natürlich in großem Ausmaß die alltäglichen Begleiter sind. Aber man muss auch noch festhalten, dass die Bevölkerung in den beiden erwähnten Regionen, dem Orient und Afrika, jedes Jahr um mehr als vierzig Millionen Menschen zunimmt. Jedes Jahr!

Ja, wie kann da von außen geholfen werden? Nur punktuell. Helfen müssen sich die Betroffenen selbst. Wir können nur aufklärend helfen. Aber dafür müssen wir die Situation und die Ursachen dieser Nöte kennen. Und dazu sollen diese Ausführungen dienen. Ganz wertneutral.

 

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