Der Niedergang der SPÖ

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Eines ist klar: nach der bevorstehenden Wahl kann es zu einem Wiederauferstehen einer Koalition zwischen SPÖ und ÖVP nicht kommen. Und schon gar nicht solange Kern in der SPÖ und Kurz in der ÖVP das Sagen hat. Zu weit haben sich die beiden persönlich und emotional voneinander entfernt und zu weit sind in letzter Zeit echte Feindseligkeiten hochgekommen, bis an den Rand des Kriminellen.

Also: nach der nächsten Wahl wird es keine Koalition zwischen SPÖ und ÖVP geben.

Welche Alternativen gibt es dann für die SPÖ? Ein Zusammengehen mit kleinen Parteien? Das wird keine regierungsfähige Mehrheit ergeben. Die zweite theoretische Variante einer Koalition wäre ein Zusammengehen mit der FPÖ. Aber auch das muss man wohl ausschließen, wenn man Ideologie und Programmatik dieser beiden Parteien berücksichtigt. Eher zerbrechen SPÖ und FPÖ, als dass ein Zusammengehen dieser zwei Antipoden sich verwirklichen lässt!

Nach der bevorstehenden Wahl bleibt daher als einzige Kombination für eine stabile regierungsfähige Mehrheit nur eine Koalition zwischen ÖVP und FPÖ. Das bedeutet aber für die SPÖ, dass für sie nur mehr die Rolle der Opposition übrig bleibt. Und das auf Jahre hinaus. In fünf Jahren kann sich viel tun. Die Politikszene, die Einstellung der Bevölkerung zu alteingelebten Parteien und Ideologien kann sich total ändern. Und sie wird sich wahrscheinlich total ändern. Es ist damit zu rechnen, dass sich mittelfristig dementsprechend auch die Parteienlandschaft total verändern wird, wahrscheinlich mit dem Aufkommen neuer Parteien. Ein Wahlvolk, das für gelenkte Medien und überholte Methoden der Meinungsbeeinflussung empfänglich ist, wird es dann wahrscheinlich nicht mehr geben. Internet und Vielfältigkeit werden regieren.

Und ob die SPÖ sich dann aus der Startposition der Opposition bei dem Trend der Politikverdrossenheit und des Widerwillens gegen machtversessene Altparteien, der sicher anhalten wird, wieder erholen kann, um führende Regierungspartei zu werden, das darf bezweifelt werden.

Offen ist die Frage, wie viel Prozent Wählerzustimmung bei der bevorstehenden Wahl herauskommt und wie lange sich die SPÖ in Wien halten kann, also wie stark und wie schnell der Niedergang kommen wird.

 

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