Marshall-Plan für Afrika?

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Welche Illusion! Zehn Marshall-Pläne würden nicht ausreichen! Und die Auswanderung nach Europa würde immer noch nicht aufhören!

Wer von einem Marshall-Plan spricht und meint, dann würden sich die Probleme und die Wanderung aufhören, der zeigt nur, dass er Dimension des Problems nicht verstanden hat.

Afrika ist zu groß und seine Probleme sind zu groß, Europa kann die mit seinen Möglichkeiten sicher nicht lösen. Natürlich kann man lindern und helfen, aber nicht in der Erwartung, dass dann alles gut wird. Die Situation, in der sich Afrika befindet, wird sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern lassen. Der Hauptgrund dafür ist das rasante Bevölkerungswachstum : jedes Jahr ein Zuwachs von 30 Millionen mehr hungriger Mäuler. Wenn Europa Lebensgrundlagen für 500 Millionen Afrikaner schafft, was hilft das? Drei Jahre später braucht man die schon für 600 Millionen. Aber wie sollen 500 Europäer 500 Millionen Afrikaner versorgen? Und man sehe sich um in Afrika. 500 Millionen von insgesamt 1000 Millionen dort leben tatsächlich am Rande der Existenzmöglichkeiten. Natürlich gibt es positive Entwicklungen, aber alles wird von dem rasanten Bevölkerungswachstum überholt. Eine Frau dort hat durchschnittlich fünf Kinder, zehn Kinder sind auch keine Seltenheit. Man überlege sich nur, wie es einer Familie in Europa geht, wenn sie fünf Kinder hat.

Afrika ist reich an natürlichen Hilfsquellen. Die Landwirtschaft könnte leicht alle versorgen, Bodenschätze könnten Wohlstand schaffen. Aber die politischen Verhältnisse und der Bildungsmangel stehen im Weg, Armut, Hunger, Krankheit sind Alltag. Europa und die UNO hilft. Aber die Entwicklung geht nur langsam voran. Und das Bevölkerungswachstum frisst jede Verbesserung auf.

Was unternehmungslustigen jungen Leuten bleibt, ist die Auswanderung nach Europa und Amerika. Und es sind nicht nur Hunderte, nicht nur Zehntausende, nein es sind jedes Jahr Millionen, die sich neu auf den Weg machen. Und es ist eine Illusion, dieser Millionen-Wanderung Einhalt gebieten zu können, wenn man ein paar Milliarden an zusätzlicher Entwicklungshilfe in die Herkunftsländer der Migranten pumpt. Oder wenn man eine legale Einwanderung für ein paar hunderttausend durch Abkommen mit deren Herkunftsländern ermöglicht. Durch Not getrieben – wie soll das fünfte Kind einer bettelarmen afrikanischen Dorffamilie sonst überleben? – wird sich niemand aufhalten lassen, der die Reise finanzieren kann und dem die Reise nicht irgendwie unmöglich gemacht wird. Es sind ja Millionen hungrige Mäuler, die jedes Jahr zu der Gesellschaft, die schon bisher am Rand des Verhungerns dahinvegetiert, dazukommen.

Selbst wenn man durch einen neuen Marshall-Plan ein paar Fabriken und Bergwerke baut, die vielleicht 10 oder 20 Millionen Afrikanern die Existenz sichern. In einem Jahr ist das alles durch die Bevölkerungszunahme wieder aufgesaugt.

Hilfe für Afrika – ja, aber Illusionen sind unangebracht!

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