Integration – eine fast unmögliche Aufgabe

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Was heißt denn eigentlich Integration? Integration heißt nämlich eigentlich jemanden so umzuformen, dass er von den andern nicht mehr zu unterscheiden ist, also dass er seine vorheriges Anderssein völlig aufgegeben bzw. verloren hat. Aber das ist wohl nicht gemeint, weder von der einen Seite, noch von der anderen. Ist man sich denn überhaupt einig, was Integration bewirken soll und wer überhaupt integriert werden soll und ob Integration erzwungen werden soll oder ob Integration nur ein Angebot sein soll, das genützt werden kann oder auch nicht? Und ob Integrationsmaßnahmen bei allen gleichermaßen sinnvoll sind?

Wie sinnvoll sind aufwändige Integrationsmaßnahmen bei jenen, die in der letzten Zeit zu uns gekommen sind und die nicht wissen, ob sie bleiben dürfen, bei denen noch das Verfahren läuft? Und bei den anderen? Die müsste man fragen, ob sie das überhaupt wollen: voll integrierte Österreicher zu werden. Oder ob sie nicht ihre nationale Identität bewahren wollen. Ihre Religion sowieso. Wie weit also dort „Integration“ gehen soll.

Da es da unterschiedliche Auffassungen gibt, herrscht auch viel Unzufriedenheit über Integrationspolitik und Integrationsmaßnahmen und vor allem über die nicht vorhandenen Ergebnisse, die erzielt hätten werden sollen. Viel Frustration, unnötige Kosten, die Bildung von Parallelgesellschaften und gelegentlich auch ein Abgleiten in Kriminalität dort, wo Integration nicht funktioniert, sind die Folge.

Einerseits wird oft zu viel getan und zu schnell gehandelt, nämlich dort, wo der Betreffende eindeutig keinen Anspruch auf Asylgewährung hat. Und andererseits wurde oft dort zu wenig getan, wo Integration wirklich Sinn macht: nämlich bei jenen Zuwanderern (vor allem aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien), die seinerzeit als Gastarbeiter gekommen sind und schon seit Jahrzehnten oder gar schon in zweiter und dritter Generation in Österreich sind und noch immer nicht ordentlich Deutsch sprechen, so dass ihnen auch der Zugang ins höhere Bildungssystem und zu besseren Beschäftigungsmöglichkeiten verwehrt ist.

Für die Integrationspolitik unserer Regierung wird unverhältnismäßig viel Geld ausgegeben, weil sie sich zu einem beträchtlichen Teil an die falschen Zielgruppen wendet (Asylsuchende mit unbestimmten Bleiberecht), dann aber dort, wo es wirklich Sinn machen würde (Gastarbeiter), versagt.

Nach den Wahlen mit einer neuen Regierung wird wohl die Integrationspolitik auch neu orientiert werden müssen.

 

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