Das Ausmaß der Migrationsproblematik

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Dieses Ausmaß in seiner ungeheuren Dimension ist offenbar weltweit noch nicht erkannt. Denn da hat sich in den letzten zehn, zwanzig Jahren eine Entwicklung ergeben, die vorher undenkbar war. Viele Faktoren kommen zusammen, um die heutige Situation auszulösen.

Die Experten sprechen davon, dass weltweit 80 Millionen Flüchtlinge unterwegs sind. Und „unterwegs sein“, das bedeutet heute etwas anderes als noch vor zwanzig Jahren. Denn heute gibt es ganz andere Massentransportmöglichkeiten als noch vor 20 Jahren. Heute gibt es die Hilfsorganisationen, das Internet, wo Hilfsaktionen organisiert und die Mentalitäten beeinflusst werden. Es gibt weltweit ein Bewusstsein darüber, wie weit Kriegs- und Hungersnot verbreitet sind, die Medien weltweit zeigen das Tag für Tag auf.
Und diese Not wird sich auch auf absehbare Zeit nicht beseitigen lassen. Ein Hauptgrund dafür ist das rasante Bevölkerungswachstum in den unterentwickelten Weltgegenden: jedes Jahr ein Zuwachs von 80 Millionen. In Afrika allein: jedes Jahr 30 Millionen mehr hungrige Mäuler.

Und die Migrationswilligen, vor allem junge, unternehmungslustige Männer, können sich informieren, sie wissen, wo für sie Möglichkeiten bestehen. Fernsehen selbst in der kleinsten Hütte zeigt, wo Wohlstand vorhanden ist, und mit Internet hat man Kontakt zu Verwandten und Bekannten, die es schon geschafft haben. Wer weg will, der denkt also nicht an Zuflucht in ein Nachbarland. In Afrika würde das auch nicht viel Sinn machen: denn im Nachbarland ist die Situation auch nicht besser als zuhause. Die Migrationswilligen wissen, da gibt es Organisationen, die einem die Reise über den halben Globus in das gelobte Land Europa oder Nordamerika ermöglichen können. Man braucht nur ein bisschen Reisegeld. Das muss man sich halt in der weitläufigen Verwandtschaft zusammenbetteln. Dafür verspricht man ja, sie nachzuholen, wenn es geklappt hat. Und los geht es.

Ja, es sind nicht nur Hunderte, nicht nur Zehntausende, nein es sind jedes Jahr Millionen, die sich neu auf den Weg machen. Und es ist eine Illusion, dieser Millionen-Wanderung Einhalt gebieten zu können, wenn man ein paar lausige Milliarden an zusätzlicher Entwicklungshilfe in die Herkunftsländer der Migranten pumpt. Oder wenn man eine legale Einwanderung für ein paar hunderttausend durch Abkommen mit diesen Herkunftsländern ermöglicht. Durch Not getrieben – wie soll das fünfte Kind einer bettelarmen afrikanischen Dorffamilie sonst überleben? – wird sich niemand aufhalten lassen, dem die Reise nicht durch Gewalt unmöglich gemacht wird. Es sind ja Millionen hungrige Mäuler, die jedes Jahr zu der Gesellschaft, die schon bisher am Rand des Verhungerns dahinvegetiert, dazukommen. Was hilft es da, wenn man ein paar hunderttausenden die legale Auswanderung ermöglicht?

Wir, in den „reichen Ländern“ werden lernen müssen, mit dieser Situation zu leben. Ja, und die Zusammensetzung unserer Bevölkerung wird sich ändern. In zwanzig, dreißig Jahren wird Europa nicht wiederzuerkennen sein.

Was wir tun können, ist nur: die Entwicklung verzögern und unter Kontrolle zu halten. Wenn das nicht gelingt, werden auch bei uns in Europa in wenigen Jahrzehnten Verhältnisse einkehren wie heute in Afrika.

 

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